Kontextualisierung des „Sowjetischen Ehrenmals“

Das sogenannte „Sowjetische Ehrenmal“ der 5. Gardearmee ist das erste in Deutschland errichtete Denkmal für gefallene Soldaten der Roten Armee. Es wurde unmittelbar nach Kriegsende im Auftrag der Sowjetischen Militäradministration durch den Dresdner Bildhauer Otto Rost entworfen und am 25. November 1945 auf dem Platz der Roten Armee, dem heutigen Albertplatz, eingeweiht. Im Jahr 1994 wurde es auf Beschluss des Dresdner Stadtrates an den Olbrichtplatz in der Nähe des Militärhistorischen Museums umgesetzt.

Die Bedeutung des Monuments ist bis heute umstritten. Bindend für den Erhalt ist der 1990 unterzeichnete deutsch-sowjetische Partnerschaftsvertrag. Das Geschichtszeugnis wurde als Kulturdenkmal erfasst und 2024 im Auftrag des Stadtrats der Landeshauptstadt Dresden saniert.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten war es der Landeshauptstadt Dresden ein Anliegen, das Denkmal zu kontextualisieren. Unsere Aufgabe bestand darin, eine Stele zu entwerfen, die mit Texten in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch) und historischen Fotografien über die Geschichte informiert.

Die schlichte Konstruktion aus grau lackiertem Stahlblech ist als zeitgenössischer Eingriff erkennbar, ohne dabei zu disruptiv innerhalb der Parkanlage zu wirken. Die graue Farbgebung orientiert sich am Farbschema des städtischen Leitfadens zur Stadtmöblierung. Durch die flache Bauweise bleibt die Sicht weitgehend ungestört und eine barrierefreier Zugang ermöglicht, während eine leichte Abschrägung der Oberfläche das Lesen erleichtert. Pünktlich zum 8. Mai, dem 80. Jubiläum des Kriegsendes, kann die Stele eingeweiht werden.


Auftraggeberin: Landeshauptstadt Dresden
Bearbeitungszeitraum: 2024-2025




Das Denkmal für die Gefallenen der 5. Gardearmee der Roten Armee, im Volksmund als
Das Denkmal für die Gefallenen der 5. Gardearmee der Roten Armee, im Volksmund als "Sowjetisches Ehrenmal" bezeichnet.
Die Texte sind in vier Sprachen verfasst: Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch.
Die Texte sind in vier Sprachen verfasst: Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch.
Für einige Menschen in der Stadtgesellschaft ist das Denkmal noch heute ein Gedenkort, wenn auch ein umstrittener.
Für einige Menschen in der Stadtgesellschaft ist das Denkmal noch heute ein Gedenkort, wenn auch ein umstrittener.
Isometrische Darstellung der Informationsstele.
Isometrische Darstellung der Informationsstele.